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Flusskreuzfahrten

Grundsätzlich unterscheiden sich Flusskreuzfahrten klar von so genannten Hochseekreuzfahrten. Die Schiffe sind anders, sie müssen das in der Regel auch sein. Der Grund liegt in den geringen Tiefen der Flüsse und den begrenzten Größen von Schleusen auf den befahrenen Flüssen. Die Schleusen geben letztlich die maximale Größe eines Schiffes vor, welches auf dem Fluss schippern kann und der Fluss selbst den maximalen Tiefgang eines Schiffes. Bauartbedingt gibt es auf Flusskreuzfahrtschiffen z. B. vorwiegend Außenkabinen. Dadurch stellt sich die Frage nach der Außen-/Innenkabine vergleichsweise selten.

Flusskreuzfahrten haben auch eine recht lange Geschichte. Einen der ersten großen Pötte auf einem Fluss in Deutschland sah man im Jahr 1960 auf dem Rhein. Das Schiff war damals recht groß - es hatte immerhin 76 Kabinen und konnte maximal 200 Gäste mitnehmen. Das war wegweisend, der Erfolg war groß, und schnell legte man nach. Das Image der Flusskreuzfahrt ist aber nicht optimal. Man geht in der Regel von alten oder zumindest in die Jahre gekommenen Schiffen aus. Der typische Passagier ist zumindest graumeliert und gehört der Altersklasse 50+ oder eher 60+ an. Die Zuwachsraten bei Flusskreuzfahrten sind jedoch enorm und widersprechen so einem vermeintlich biederen Image. Die Anbieter von Flusskreuzfahrten konnten zuletzt ein Plus von 5% vermelden. Und nachdem TUI sein Engagement in diesem Segment verstärken will, kommt noch mehr Bewegung in die Sache. 2011 möchte der Konzern die Anzahl eigener Flusskreuzfahrtschiffe auf sechs Stück erhöhen. Man möchte moderne Schiffe anbieten und sich bewusst vom staubigen Image alter Flusskreuzfahrtschiffe absetzen. Die Kabinen sollen im Komfort eher an Hotelzimmer erinnern. Das Unterhaltungsprogramm soll moderner werden. Man darf gespannt sein, ob das funktioniert. Aus der Branche hört man verhaltene Kritik, man gibt den Plänen kaum Chancen. Der Markt sei eindeutig auf Senioren ausgerichtet. Die fühlten sich gerade unter ihresgleichen wohl. Der ältere Reisende hat nach Ansicht der klassischen Anbieter klare Wünsche. Man will sich an Landschaften und Sehenswürdigkeiten ergötzen und es sich einfach gut gehen lassen. Eine Durchmischung der Passagiere mit jüngeren Reisenden sehen viele klassische Anbieter problematisch. Man könne die Gruppen an Bord praktisch nicht trennen. Egal was versucht würde, die Schiffe sind einfach zu klein. Und es ist nicht absehbar, dass für Flusskreuzfahrten größere Schiffe infrage kommen. Zur Zeit endet das Maß aller Dinge bei 135 Metern Länge, 11,45 Metern Breite und 6,5 Metern Höhe. Das Nadelöhr bilden letztlich die Schleusen auf den Flüssen. Mehr geht dort nicht.

Ungeachet des biederen Images ist das Angebot an Flusskreuzfahrten mehr als beachtlich. Wer heute nach Flusskreuzfahrten sucht, der wird erst mal erschlagen vom Angebot im Internet. Es gibt jährlich weiter über 5.000 Angebote im Bereich Flussreisen, die man buchen kann.

Bezüglich der Anbieter ist dabei immer viel in Bewegung. Viele Betreiber bieten ihre Reisen selbst an - bieten diese aber natürlich auch über große Reisebüros an. Und die Namen der Betreiber bzw. Reedereien ist auch permanent im Fluss (wortwörtlich). Viele Reedereien werden im Lauf eines Jahres teilweise oder ganz von anderen übernommen oder Schiffe wechseln schnell mal die Reederei.

Eigentlich kann es dem Kunden ja egal sein. Denn sonst ändert sich eigentlich erstaunlich wenig. Das Schiff bleibt in der Regel das gleiche, oft sogar die Besatzung. Außerdem bleiben die Routen an sich immer stabil. Auch die allgemeinen Reiseverläufe und Tagesabläufe an Bord bleiben immer relativ gleich und sind durchaus vergleichbar.

Hinsichtlich der Ausstattung nehmen sich die Schiffe eigentlich wenig. Normal sind die Schiffe für längere Routen etwas besser ausgestattet. Die für kurze Touren oder gar nur Tagestrips benötigen natürlich viel weniger Schnickschnack. Grundsätzlich geben die Flüsse den Schiffen sowieso physikalische Grenzen vor. Das gilt für jedes Schiff gleichermaßen. Die Übergänge von Premium zu Drei-Sterne Klasse sind durchaus fließend und weniger wahrnehmbar, wie das auf Übersee-Kreuzfahrtschiffen feststellbar wäre.

Ein ganz anderer Faktor ist der Preis. Auch wenn der durchschnittliche Preis für eine einwöchige Reise gemäß Aussagen der Branche bei ca. 1.200 Euro liegt, so sind die Preise in der Realität doch relativ unterschiedlich. Da lohnt sich ein Vergleich. Die Preise hängen dabei natürlich auch stark ab von Faktoren wie Anbieter, Jahreszeit, Kategorie und der Auslastung der Schiffe im allgemeinen. Sprich: wer flexibel ist und auch gerne mal außerhalb der Hauptsaison unterwegs ist, kann auch im Bereich der Flusskreuzfahrten durchaus ein Schnäppchen machen.


 

Wichtige Ziele für Flusskreuzfahrten

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